Düsseldorf, mit rund 620.000 Einwohnern am rechten Niederrhein, wächst stetig in die Fläche und in die Tiefe. Viele Neubauprojekte – vom Medienhafen bis nach Gerresheim – stehen auf quartären Lockergesteinen, deren Eigenschaften stark schwanken. Die Atterberg-Grenzen liefern hier eine unverzichtbare Kenngröße: Sie trennen die feste von der plastischen und der flüssigen Konsistenz bindiger Böden. Das ist kein akademischer Wert, sondern eine direkte Eingangsgröße für Setzungsprognosen, Tragfähigkeitsbewertungen und die Wahl des Aushubverfahrens. Unser geotechnisches Labor führt die Bestimmung nach DIN 18122 durch und liefert die Kennzahlen, die der Baugrundgutachter in Düsseldorf braucht, um den anstehenden Schluff oder Ton korrekt in die Bodengruppe nach DIN 18196 einzuordnen – oft in Kombination mit der Korngrößenanalyse, wenn feinkörnige und gemischtkörnige Proben gemeinsam auftreten.
Die Atterberg-Grenzen sind mehr als Laborwerte: Sie bestimmen, wie sich der Baugrund bei Wasserzutritt verhält und ob eine Bodenverflüssigung droht.
Leistungsmerkmale in Dusseldorf

Kritische Bodenfaktoren in Dusseldorf
Ein klassischer Fehler in der Düsseldorfer Baupraxis ist die Annahme, dass ein augenscheinlich 'trockener' Tonboden keine Plastizität besitzt. Wird die Ausrollgrenze nicht laborativ bestimmt, sondern nur geschätzt, kann die gesamte Zustandsbewertung kippen: Aus einem als steif eingestuften Boden wird nach dem ersten Starkregen ein weicher, nahezu fließfähiger Untergrund. Die Folgen sind Setzungsschäden am Rohbau oder das Versagen der Baugrubenböschung. Besonders tückisch sind die interglazialen Tone und Schluffe im Norden der Stadt, die zum Quellen und Schrumpfen neigen. Ohne präzise Atterberg-Grenzen fehlt die Grundlage für die Wahl des Bodenplatten-Typs oder für die Entscheidung zwischen konventioneller Gründung und Tiefgründung auf Pfählen. Ein Laborprotokoll mit Fließ- und Ausrollgrenze kostet wenig Zeit, verhindert aber kostspielige Nachtragsangebote und Bauzeitverzögerungen.
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Unsere Leistungen
Für Baugrunduntersuchungen in Düsseldorf bieten wir die Bestimmung der Atterberg-Grenzen als Teil eines vollständigen geotechnischen Laborprogramms an. Die Probenaufbereitung und Prüfung erfolgt durch geschultes Personal in unserem akkreditierten Labor. Je nach Fragestellung kombinieren wir die Konsistenzgrenzen mit weiteren Versuchen:
Atterberg-Grenzen nach DIN 18122
Bestimmung von Fließgrenze und Ausrollgrenze an gestörten Feinbodenproben. Lieferung der Plastizitätszahl und des Konsistenzindex für das Baugrundgutachten.
Korngrößenverteilung kombiniert
Siebanalyse und Sedimentation als Ergänzung zu den Atterberg-Grenzen. Vollständige Klassifikation gemischtkörniger Böden nach DIN 18196.
Probenahme und Beratung
Entnahme gestörter Proben aus Schürfgruben oder Bohrkernen im Düsseldorfer Stadtgebiet. Technische Beratung zur Probenkonservierung und zum erforderlichen Prüfumfang.
Häufig gestellte Fragen
Was kosten die Atterberg-Grenzen für eine Bodenprobe in Düsseldorf?
Die Bestimmung von Fließ- und Ausrollgrenze liegt im Bereich von 60 bis 100 Euro pro Probe, abhängig von Probenvorbereitung und Dringlichkeit. Bei größeren Untersuchungskampagnen mit mehreren Proben sind angepasste Konditionen möglich.
Warum sind die Atterberg-Grenzen für den Baugrund in Düsseldorf so wichtig?
Düsseldorf liegt in der Niederrheinischen Bucht mit mächtigen quartären Lockergesteinsablagerungen. Die dort vorkommenden Auenlehme und Beckentone sind stark wassersensitiv. Die Atterberg-Grenzen zeigen zuverlässig, wie sich der Boden bei Wasseraufnahme oder -abgabe verhält – das ist entscheidend für die Standsicherheit von Baugruben und die Setzungsberechnung von Fundamenten.
Welche Bodenarten untersuchen Sie mit den Atterberg-Grenzen?
Die Prüfung ist für bindige und gemischtkörnige Böden mit ausreichendem Feinkornanteil anwendbar: Tone, Schluffe und tonig-sandige Mischböden. Rein grobkörnige Sande und Kiese haben keine Plastizität, hier sind andere Laborversuche wie die Siebanalyse vorzuziehen.