Dusseldorf
Dusseldorf, Germany

Korngrößenanalyse für Baugrund in Düsseldorf – DIN 18123 & Sieblinie

Ein Hochbauprojekt in Bilk mit zwei Untergeschossen direkt an der Düssel – der Aushub brachte feinsandige Schluffe zutage, die augenscheinlich frostempfindlich waren. Ohne belastbare Sieblinie hätte die Ausschreibung der Baugrubensicherung auf Annahmen beruht, was technisch wie kaufmännisch ein Risiko darstellt. Die Korngrößenanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 schafft hier Klarheit: Sie trennt die Kornfraktionen von Grobkies bis Feinton und liefert die Kennwerte für Frostsicherheit, Filterstabilität und Verdichtbarkeit. In Düsseldorf mit seinen heterogenen quartären Ablagerungen – vom Rheinkies bis zum Lösslehm – ist das mehr als nur eine Laborübung; es ist die Grundlage jeder wirtschaftlichen Gründungsplanung.

Die Sieblinie entscheidet in Düsseldorf, ob ein Boden als Filter hinter einer Winkelstützwand taugt oder als Auffüllung Verdichtungsprobleme bekommt.

Leistungsmerkmale in Dusseldorf

Der Düsseldorfer Untergrund ist ein geologisches Mosaik: Niederterrassenkiese und -sande wechseln kleinflächig mit Hochflutlehmen und holozänen Auesedimenten. Die Kornverteilung bestimmt direkt das Setzungsverhalten und die Wasserdurchlässigkeit. Unser Labor führt die kombinierte Analyse aus Trockensiebung für die Fraktionen über 0,063 mm und Aräometerverfahren für den Feinkornanteil durch. Ergänzend zur Korngrößenanalyse empfehlen wir die Bestimmung der Atterberg-Grenzen, um bei bindigen Schichten die Plastizitätszahl exakt zu erfassen – ein Wert, der in der Düsseldorfer Niederung oft über die Eignung als Erdbaustoff entscheidet. Die Auswertung erfolgt als Körnungslinie mit Cu- und Cc-Werten, direkt verwendbar für Bodengruppen nach DIN 18196 und Frostempfindlichkeitsklassen.
Korngrößenanalyse für Baugrund in Düsseldorf – DIN 18123 & Sieblinie
Korngrößenanalyse für Baugrund in Düsseldorf – DIN 18123 & Sieblinie
ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN ISO 17892-4:2017
SiebverfahrenTrockensiebung, Korngrößen ≥ 0,063 mm
SchlämmverfahrenAräometer nach DIN 18123
Auswertegrößend10, d30, d60, Cu, Cc, k-Wert (Hazen)
BodengruppeKlassifikation nach DIN 18196
Probenmenge0,5 - 5 kg je nach Größtkorn
LaborakkreditierungDAkkS-überwachtes Prüflabor

Kritische Bodenfaktoren in Dusseldorf

Vergleicht man das Baugeschehen in Oberkassel mit dem in Garath, erkennt man zwei grundverschiedene Korngrößenwelten. Oberkassel steht auf enggestuften Rheinsanden – hohe Durchlässigkeit, geringe Kapillarität, aber potenzielle Suffosionsgefahr bei falscher Kornabstufung. Garath hingegen liegt im Bereich der Lössplatte mit ausgeprägtem Schluffanteil; hier dominieren Frostempfindlichkeit und Schrumpfneigung das Baugrundrisiko. Eine fehlende oder fehlerhafte Sieblinie führt in beiden Szenarien zu gravierenden Planungsirrtümern: entweder versagen Dränschichten, oder die Frostsicherheit des Planums ist nicht gegeben. Der Schadensfall tritt oft erst zwei Winter später auf, wenn Hebungen die Bodenplatte reißen lassen.

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Anwendbare Normen: DIN EN ISO 17892-4:2017, DIN 18123, DIN 18196, ZTV E-StB 17, DIN 4220

Unsere Leistungen

Die Korngrößenanalyse ist selten eine isolierte Laborgröße. Für belastbare Baugrundgutachten kombinieren wir sie mit weiteren bodenmechanischen Untersuchungen:

Vollständige Sieblinie mit Aräometer

Kombinierte Analyse für Böden mit Feinkornanteil; Ermittlung aller Fraktionen von Grobkies bis Ton, inklusive Körnungskurve und Bodengruppe.

Probenahme und Transport

Fachgerechte Entnahme gestörter Proben aus Schürfen oder Bohrungen im Stadtgebiet Düsseldorf, inklusive Probenkonservierung nach Norm.

Durchlässigkeitsbeiwert aus Sieblinie

Abschätzung des kf-Werts nach Hazen, Beyer oder Seelheim für wasserwirtschaftliche Fragestellungen und Versickerungsnachweise.

Kornabstufung für Erdbaustoffe

Bewertung der Verdichtbarkeit und Filterstabilität nach ZTV E-StB, direkt anwendbar für Ausschreibungen und Abnahmen im Erd- und Straßenbau.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Korngrößenanalyse in Düsseldorf?

Für die kombinierte Siebung mit Aräometer liegen die Laborkosten üblicherweise zwischen €90 und €180, abhängig vom Probenumfang und der Analysetiefe. Bei einer reinen Trockensiebung ohne Schlämmverfahren reduzieren sich die Kosten entsprechend. Expressauswertungen innerhalb von 48 Stunden sind gegen Aufpreis möglich.

Wie lange dauert das Schlämmverfahren nach DIN 18123?

Die Sedimentationsanalyse mit dem Aräometer erfordert eine Messreihe über mindestens 24 Stunden, da die Feinstkornfraktionen unter 0,002 mm entsprechend langsam absinken. Mit vorgeschalteter Trockensiebung beträgt die Gesamtdauer für einen vollständigen Sieblinienbericht in der Regel zwei bis drei Werktage.

Reicht eine Nasssiebung oder brauche ich das Aräometer?

Das hängt vom Feinkornanteil ab. Sobald der Massenanteil unter 0,063 mm mehr als 5-10 % beträgt, liefert erst das Aräometerverfahren die vollständige Kornverteilung. In Düsseldorf ist das bei Auelehmen und Lössböden fast immer der Fall; eine reine Siebung würde den Schluff- und Tonanteil unterschlagen und die Bodengruppe verfälschen.

Welche Bodengruppen lassen sich aus der Sieblinie ableiten?

Nach DIN 18196 ergeben sich aus der Kornverteilungskurve und den Atterberg-Grenzen die Bodengruppen – von enggestuften Sanden (SE) über gemischtkörnige Kiese (GU, GT) bis zu tonigen Schluffen (TA, TM). Die Sieblinie allein klassifiziert bereits die nichtbindigen Böden; für bindige Böden ist die Plastizitätszahl zusätzlich erforderlich.

Kann ich die Bodenprobe selbst ins Labor bringen?

Ja, das ist möglich und bei kleinen Probenmengen oft der schnellste Weg. Wichtig ist eine luftdichte Verpackung in PE-Beuteln mit eindeutiger Probenbezeichnung, Entnahmetiefe und Datum. Unser Labor in Düsseldorf nimmt Proben nach vorheriger Terminabsprache entgegen und klärt vorab, ob die Menge für das gewünschte Analyseverfahren ausreicht. Mehr Info.

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