Die DIN 18137 und der Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) bilden in Düsseldorf die Grundlage für belastbare geotechnische Nachweise. Die Rheinterrassen und die quartären Kiessande unter der Stadt stellen besondere Anforderungen an die Baugrunderkundung. Bei Hochhausprojekten im Medienhafen oder Spezialtiefbau im Stadtzentrum reichen einfache Laborversuche oft nicht aus. Der Triaxialversuch liefert hier die entscheidenden Parameter für realistische FE-Berechnungen und wirtschaftliche Gründungen. In einer Stadt, die teils auf alten Rheinarmen steht, sind die genauen Scherparameter und Steifemoduln das Rückgrat jeder sicheren Baugrubenplanung. Wir kombinieren die Ergebnisse bei Bedarf mit einem CPT-Versuch um die Schichtgrenzen lückenlos zu erfassen.
Der Triaxialversuch zeigt, wie der Boden unter realem Spannungszustand reagiert – kein anderer Versuch liefert diese Entscheidungssicherheit.
Leistungsmerkmale in Dusseldorf

Kritische Bodenfaktoren in Dusseldorf
Ein klassischer Fehler vor Ort ist die pauschale Übernahme von Erfahrungswerten für den Reibungswinkel ohne Berücksichtigung der Dichte und des Spannungsniveaus. In Düsseldorf erleben wir immer wieder, dass in den locker gelagerten Sanden der östlichen Randbereiche unrealistisch hohe Werte angesetzt werden. Der Triaxialversuch deckt diese Diskrepanz schonungslos auf. Ein versuchstechnisch abgesicherter Winkel von 32° statt der geschätzten 35° verändert den Erddruck auf eine Baugrubenwand fundamental. Bei einer 8 m tiefen Baugrube in der Innenstadt kann das den Unterschied zwischen einer verformungsarmen und einer verformungsreichen Konstruktion ausmachen. Auch der falsche Versuchstyp ist ein Risiko. Ein schneller UU-Versuch an einem tonigen Schluff unter dem Rhein liefert undrainierte Werte, die eine kurzfristige Standsicherheit vortäuschen, während die effektiven Spannungen nach Konsolidierung kritisch niedrig sein können.
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Unsere Leistungen
Der Triaxialversuch wird selten isoliert beauftragt. Meist ist er Teil eines geotechnischen Untersuchungsprogramms, das wir auf den Düsseldorfer Untergrund zuschneiden. Hier die häufigsten Kombinationen:
Kombiniertes Scher- und Setzungsprogramm
Wir ergänzen die Triaxialversuche für die Bruchzustände um Kompressionsversuche mit behinderter Seitendehnung. So erhalten Sie für jede Schicht den vollständigen Satz an Steifemoduln und Scherparametern. Besonders relevant für Setzungsberechnungen nach dem Bettungsmodulverfahren in Düsseldorf.
Baugrubenbegleitende Laboruntersuchungen
Bei innerstädtischen Baugruben mit verankerten Wänden prüfen wir den Aushub fortlaufend. Die ermittelten effektiven Parameter dienen der Validierung des Standsicherheitsnachweises und der Optimierung der Ankerlängen. So reagieren wir flexibel auf wechselnde Bodenverhältnisse.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenarten aus Düsseldorf können im Triaxialversuch geprüft werden?
Der Versuch eignet sich für bindige und rollige Böden. In Düsseldorf prüfen wir häufig die quartären Sande und Kiese der Niederterrasse sowie die tertiären Feinsande und Tone. Ausnahmen sind grobe Kiese mit Korngrößen über 20 mm. Hier muss das Material vorher abgesiebt oder ein Großgerät verwendet werden.
Wie viele Proben brauche ich für eine belastbare Auswertung?
Für eine Mohr-Coulomb’sche Bruchlinie benötigen Sie mindestens drei Einzelproben, die bei unterschiedlichen Seitendrücken geprüft werden. Je nach Schichtanzahl und Heterogenität des Düsseldorfer Untergrunds kann die Probenmenge entsprechend steigen. Wir beraten Sie vor der Probenahme zur optimalen Strategie.
Mit welchen Kosten muss ich für einen Triaxialversuch rechnen?
Die Kosten liegen in einem Rahmen von €1.660 bis €2.620, abhängig vom Versuchstyp (UU, CU, CD) und der Anzahl der geprüften Spannungsstufen. Ein vollständiger Satz für eine Bruchlinie mit drei Zellendrücken liegt am oberen Ende dieser Spanne. Wir erstellen Ihnen gerne ein detailliertes Angebot.